News & Medien

Nur wenige Lebensbereiche wandeln sich so schnell und erscheinen manchmal so unvorhersehbar wie der Kapitalmarkt – wir wissen das aus unserer langjährigen Erfahrung. Damit Ihnen nichts Entscheidendes entgeht, halten wir Sie mit unseren News stets auf dem Laufenden. Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu aktuellen Entwicklungen im Finanzsektor, Neuigkeiten aus unserem Unternehmen oder Pressemitteilungen unserer Partner.

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Für Hoffnung am Kap
15 Jahre HOPE Dresden

Verständnis, Weitsicht und Nachhaltigkeit sind uns wichtig. Seit über 25 Jahren gilt dies aber nicht nur für unsere Arbeit und den Blick auf die Finanzmärkte. Wir möchten auch in der Gesellschaft etwas bewegen. Möchten helfen die Welt, in der wir alle gemeinsam leben, ein Stück besser zu machen. Deshalb kümmern wir uns auch um jene, die unsere Hilfe benötigen: Menschen, die krank sind und Menschen, welche leiden oder solche, deren Chancen schlecht stehen. Dazu unterstützen wir die HOPE Kapstadt Stiftung.

Gastkommentar
Geschäftsführender Partner der eureos corporate finance gmbh

Vor gut zehn Jahren als multidisziplinäres Wirtschaftsberatungsunternehmen gegründet, ist eureos heute als renommiertes Unternehmen in der Branche und bei Mandanten bekannt. Die Gesellschafter sind alle Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater und verfügen über langjährige Berufserfahrung in den so genannten „Big Four“-Gesellschaften und in großen Wirtschaftskanzleien. An den Standorten Dresden, Leipzig, Chemnitz und Magdeburg ist eureos mit knapp 120 Mitarbeitern tätig. eureos bietet hochspezialisierte Lösungen zu allen Fragen des Steuer- und Wirtschaftsrechts, der Wirtschaftsprüfung und der betriebswirtschaftlichen Beratung. Das Beratungsangebot richtet sich insbesondere an mittlere und große Unternehmen aller Rechtsformen und Branchen.

Dirk-Ulrich Krüger, CFA

Corona-Krisenmodus und kein Ende? Mit dem richtigen betriebswirtschaftlichen Know-how bringen Sie Ihr Unternehmen sicher durch die Krise

Das Corona-Virus hat die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Unternehmer müssen sich weiter auf sehr unsicheres Fahrwasser einstellen. Folgende betriebswirtschaftliche Tools helfen Ihnen dabei, Ihr Unternehmen sicher durch die Krise zu steuern, auch im Fall von Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen.

Nach aktuellen Prognosen des ifo-Geschäftsklimaindexes sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Pandemie dramatisch. Zwar wird im Mai 2020 mit einer leichten Erholung in einzelnen Branchen aufgrund erster Lockerungen gerechnet, doch ein Großteil der deutschen Unternehmer erwartet weiterhin eine deutliche Verschlechterung der Wirtschaftslage für das Jahr 2020.[Ifo Geschäftsklima Deutschland, Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Mai 2020 ]

Diese Entwicklung schlägt sich auch in der Zunahme von Sanierungs- und Restrukturierungsfällen nieder. Gerade Unternehmen, die ihre Planung nicht regelmäßig aktualisieren und in Szenarien planen, sind in Gefahr, dass kurz- und mittelfristig die Liquidität ausgeht. Auch die Hausbanken benötigen eine professionelle Planung, um Finanzierungen bereitstellen zu können.

Planen Sie in Szenarien – Annahmen testen mit der Szenario-Technik

Die Krise stellt völlig neue Herausforderungen an Unternehmer, Manager, Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter. Wesentliche Entwicklungen der nächsten Monate, z. B. auf politischer Ebene, sind nur sehr unsicher vorhersagbar, beeinflussen das Geschäftsumfeld der Unternehmen aber auf eine besonders dynamische Art und Weise.

Anlass zum vorsichtig-realistischen Optimismus gibt es aber doch, denn ein wirksames Krisenmanagement mit den richtigen Werkzeugen hilft Ihnen, als Unternehmen auf der richtigen Spur zu bleiben. Ein wesentliches Werkzeug ist dabei die Szenariotechnik, mit Hilfe derer Sie verschiedene mögliche Szenarien und Einflussgrößen in die Planung integrieren. Mit Hilfe eines professionellen Planungstools können Sie Szenarien abbilden so verschiedene „Was wäre wenn“-Optionen durchspielen und die finanziellen Auswirkungen exakt beziffern.

Als Unternehmen können Sie so aktiv auf eine Krisensituation reagieren, da Sie die Auswirkungen kennen und bereits Gegenmaßnahmen vorausgedacht haben.

Mit digitalisiertem Controlling die Liquidität im Blick behalten

Liquidität geht vor Rentabilität. Dieser alte Lehrsatz bleibt auch in Corona-Zeiten gültig.

Das Management sollte – nicht nur in Krisenzeiten – einen umfassenden Überblick über die kurz- und mittelfristige Liquidität haben. Hilfreich ist dabei eine Liquiditätsplanung auf Wochenbasis, die mindestens die kommenden 12 Wochen umfassen sollte und idealerweise täglich um neue Entwicklungen und Szenarien erweitert werden kann. Die hohe branchenübergreifende Unsicherheit an den weltweiten Märkten macht einen dynamischen Vorausblick notwendig. Gleichzeitig zeigt unsere Erfahrung, dass eine Flut an Informationen und hohe Unsicherheitsfaktoren die etablierten Controlling- und Berichtssysteme vieler Unternehmen an ihre Grenzen bringt.

Der Einsatz moderner Software-Tools in einem Restrukturierungsprozess bietet Ihrem Unternehmen Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Flexibilität. Als Partner der Jedox AG aus Freiburg bieten wir Ihnen ein nach Ihren Anforderungen konfigurierbares Tool, mit dem Sie die Möglichkeit haben, „per Knopfdruck“ auf umfangreichere, vielfältigere und verlässlichere Analysen, Planungen und Szenarien zuzugreifen, als es händisch erstellte Analysen erlauben. Die Business-Intelligence-Lösung Jedox beruht auf Datenbanksystemen und ist ein nachhaltiges sowie kosteneffizientes Tool des Sanierungscontrollings – auch weit über die Krise hinaus nutzbar.

Vertrauen durch Kommunikation stärken

Gerade in turbulenten Zeiten ist eine offene, aktive Kommunikation mit den wichtigsten Stakeholdern Ihres Unternehmens entscheidend. Der Kontakt zu Kunden, Beschäftigten, Finanzierungspartnern, Lieferanten und Behörden sollte im Rahmen einer 360°-Kommunikation intensiviert werden. So sichern Sie das Vertrauen relevanter Stakeholder und schaffen Transparenz.

Sie verfügen mit Jedox auch hier über einen Vorsprung: Als weitgehend automatisiertes Controlling- und Reportingtool bildet es die Grundlage für notwendige Transparenz nach innen und außen. Je nach Zielgruppe erhalten Sie die nötige Datenbasis und fertige Berichte für monatliche oder sogar tägliche Berichtseinheiten. So reduzieren Sie effektiv den hohen personellen Aufwand der Berichtserstellung und können sich nun produktiver auf Analysen, Kommentierungen und die gezielte Maßnahmenentwicklung konzentrieren. Trotzdem verbessern Sie die Kommunikation mit Ihren wichtigen Stakeholdern und schaffen durch Transparenz und klare Analysen die Grundlage für eine vertrauensvolle Basis auch in schweren Zeiten.

Finanzierungspotentiale erkennen und erheben

Haben Sie die eigene Ausgangssituation in der Krise richtig erkannt, ist es entscheidend, auch geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

In Folge der Corona-Krise hat der Gesetzgeber den Unternehmen verschiedene Instrumente an die Hand gegeben, um kurz- und mittelfristig für ausreichende Liquidität zu sorgen.

  • Flexible Anpassung des Personalbedarfs und Einführung von Kurzarbeit

  • Proaktive Gespräche mit Finanzierungspartnern, um Tilgungsstundungen oder Covenant-Holidays durchzusetzen

  • Steuerstundungen

  • Beantragung von KfW-Mitteln über die Hausbank oder andere länderspezifische Corona-Hilfen

  • Identifizierung alternativer Liquiditätsquellen, z. B. Sale-and-lease-back-Lösungen

Im Dialog mit möglichen Finanzierungspartnern erhöht ein professionell erstellter Businessplan, der auf einer methodisch sauberen und szenario-fähigen integrierten Unternehmensplanung basiert, die Erfolgsaussichten erheblich. Zudem geht weniger Zeit bei Entscheidungsprozessen verloren und Sie erhalten die notwendige Finanzierung schneller.

Wir stehen Ihnen zur Seite, damit Sie Ihr Unternehmen mit Zuversicht durch die Krise steuern

Als Unternehmer ist es nicht nur Ihre Aufgabe, den Überblick zu behalten und wirksame Maßnahmen zur richtigen Zeit zu ergreifen – eine optimistische Grundhaltung bei einer realistischen Einschätzung der Lage bieten Ihren Beschäftigten, Kunden und Finanzierern zusätzlich Sicherheit.

Doch das ist nicht immer einfach. Jeder, der so viel Verantwortung trägt, braucht einen Partner an seiner Seite, mit dem er schwierige Entscheidungen, aber auch Zweifel und Sorgen vertrauensvoll und auf Augenhöhe besprechen kann. Zählen Sie auch hier auf uns. Denn auch in der Krise gilt: Wir beraten persönlich.

Aktueller Ausblick der Kapitalmärkte für das 3. Quartal 2020

Frank Hansen blickt auf eine 30-jährige Karriere als Fondsmanager mit ausgezeichnetem Track Record zurück – unter anderem als Mitgründer des UBS European Small Cap Fund Anfang der 1990er Jahre. Nach verschiedenen Stationen bei der UBS in Frankfurt und Zürich wechselte der ausgebildete Chartered Financial Analyst 1997 zum DIT, der Fondstochter der Dresdner Bank (heute Allianz Global Investors). Dort übernahm Hansen unter anderem das Management der Fonds Allianz European Small Cap und Allianz Nebenwerte Deutschland. 2011 wurde Frank Hansen von Morningstar als „German Equity Manager of the Year“ ausgezeichnet. Der erfahrene Asset-Manager und Experte für europäische Small & Mid Caps verantwortet als CIO Portfolio Management die Anlagestrategien des Portfoliomanagements.

Nachdem die Finanzmärkte weltweit dramatische Kursrückgänge mit dem Aufkommen der Corona Krise verzeichnen mussten, haben die Märkte in den letzten Wochen eine dramatische Aufholjagd erfahren. Der Optimismus, dass sich die Wirtschaft von dem Einbruch relativ schnell erholt ist gross. Er kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Erstens ist es zu einer, bisher nie da gewesenen, massiven geld- und fiskalpolitischen Reaktion der Politik und der Zentralbanken gekommen. Zweitens wurde der Epidemie in den meisten Staaten mit drakonischen Massnahmen begegnet, die zumindest in den entwickelten Ländern weitgehend gefruchtet haben und zu einer spürbaren Verlangsamung der Infektionszahlen geführt hat. Drittens zeichnen sich nach dem grossen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivitäten klare Erholungstendenzen ab. Wie immer bei Krisen, auch wenn die Umstände natürlich jeweils andere sind (z.B. Weltfinanzkrise), antizipieren die Märkt sehr schnell eine Rückkehr zur Normalität. Die Kurse eilen somit den realen Verhältnissen oft voraus, so wie jetzt auch geschehen. Trotzdem haben die Märkte weiterhin Potential. Da die wirtschaftliche Erholung von einem sehr niedrigen Niveau ausgeht, ist das Potential entsprechender positiver Meldungen in den kommenden Jahren hoch. Der strukturelle Wandel, der durch die Krise beschleunigt wird, ist andererseits ein unvermeidlicher Begleiter, auch mit negativen Meldungen, dieser Entwicklung. Festzuhalten ist, dass die Krise auch als ein Katalysator für bereits bestehende
Trends wirkt. So wird das bestehende, weltweit ultratiefe Zinsniveau für eine noch längere Zeit Bestand haben. Als Konsequenz sind nennenswerte Erträge daher nur in mit Risiken verbundenen Vermögenswerten erzielbar.

Anleger sollten sich die Chancen am Kapitalmarkt mit einem diversifizierten Portfolio eröffnen. Es gilt eine persönlich passende Positionierung zu finden, das heisst nicht zu viele aber auch nicht zu wenige Risikopositionen zu halten. Die Aktienmärkte bieten nach wie vor Chancen, um am zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen zu partizipieren. Dabei sollte in der Titelauswahl Wachstum und Qualität der Unternehmen vorrangig sein. Die zukunftsträchtigen Firmen des Technologie- Bereiches, defensivere im Gesundheitswesen, daneben aber auch Industrietitel, in denen die wirtschaftliche Erholung noch nicht eingepreist ist, gehören u.a. in ein Portfolio. Generell lässt sich sagen, dass was vor Corona vielversprechend und reüssiert hat, erfolgreich bleibt. Eine Branche, die erst später die alten Niveaus erreichen wird ist z. B. die Tourismusbranche. Auch ist zu beachten, dass neue Trends wie Homeoffice bleiben werden. Begünstigt durch staatliche Förderungen und Regulierungen sind auch Umweltthemen als Chancen zu betrachten. Bei der Aktienauswahl sollten bevorzugt Unternehmen ausgewählt werden, die in Wachstumsmärkten erfolgreich unterwegs sind.

Die enorme Geldschöpfung der Zentralbanken und auch Ausgaben der Regierungen wecken Befürchtungen, dass in den nächsten Jahren Inflation entstehen könnte. Ein weiterer Grund neben Aktien auch in andere reale Güter zu investieren. Neben Immobilien bietet sich hier auch Gold an. Festverzinsliche Anlagen dienen eher zur Diversifizierung und um Schwankungen im Portfolio zu begrenzen. Sie sollten in den Bereichen vorgenommen werden, in denen noch positive Renditen erzielt werden können. Aus deutscher Sicht sollten Anleger eine internationale Perspektive nicht aus den Augen verlieren, findet das wirtschaftliche Wachstum doch überwiegend ausserhalb Europas statt. Auch in einer weniger globalen Welt sollte daher eine geographische Diversifikation vorgenommen werden.

Autor: Frank Hansen, Reuss Private AG, Zürich

der Private Banker 03 2020 ist erschienen. In dieser Nummer stehen zwei Themen im Mittelpunkt. Zum einen der Stand und die Zukunft der Digitalisierung. Zum anderen berichten wir über Veranstaltungen als Teil des Angebotes von Vermögensverwaltungen. Lesen Sie außerdem Kolumnen, Gastbeiträge, Einladungen und und und. Viel Spaß beim (kostenfreien) Lesen.

Wir möchten Sie insbesondere auf eine Online-Veranstaltung aufmerksam machen, die am 24.6. als Kooperation unserer Schwesterpublikation RenditeWerk und Stiftungsmarktplatz.eu stattfinden wird: Der Virtuelle Tag für das Stiftungsvermögen. Erleben Sie per Internet-Fernsehen Diskussionsrunden, Referate und Interviews mit Anlageexperten und Verantwortlichen zu Themen, die Stiftungen jetzt interessieren (sollten). Auch hierzu mehr in dieser Ausgabe.

SO BEWERTEN VERMÖGENSVERWALTER AKTIVE MARKETINGINSTRUMENTE
STEHEN AUFWAND UND NUTZEN BEI VERANSTALTUNGEN IN EINEM VERNÜNFTIGEN VERHÄLTNIS, HERR DAMM?

Dass Veranstaltungen wichtig sein können, bestätigen uns viele unabhängige Vermögensverwalter, die wir immer wieder auch zu diesem Thema befragen, zuletzt Ende Mai. Dort folgten 58 Prozent…

Der Vermögensverwalter Rocco Damm (www.roccodamm.de) über seine Veranstaltungen an der Dresdner Frauenkirche. Private Banker: Wie wichtig sind Veranstaltungen für Sie?

TOP MAGAZIN Frühjar 2020

Strategien für die Krise
Es ist eine

Vermögensverwaltung der etwas anderen Art, die Rocco Damm seinen Kunden anbietet. Seine Erfahrung und das internationale Know-how helfen dabei, Strategien in der Krise zu entwickeln.

Top: Wie handelt ein etablierter Vermögensverwalter in solch einer Finanzkrise für seine Kunden?

Rocco Damm: Zu aller erst geht es um die Gesundheit der Menschen, das sei hier vorrausgeschickt. Das gilt im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden. Des Weiteren gilt es, ruhig und besonnen zu bleiben, um die langfristigen Anlageziele nicht aus dem Auge zu verlieren und sich nicht von starken kurzfristigen Kursschwankungen beeindrucken zu lassen. Jede Finanzkrise hat ihre Ursachen, die jetzige ist geprägt von den Gefahren und den berechtigten Ängsten, die aufgrund des Corona Virus ausgelöst wurden. Gegenwärtig werden in den Ländern mehr und mehr Maßnahmen getroffen, um einen exponentiellen Ausbruch der Erkrankungen abzubremsen.
Immer mehr Staaten machen Verfügungen, die das öffentliche Leben einschränken. Die Hoffnung ist dabei, wie in China den Anstieg der Erkrankungen auf ein erträgliches Maß abzusenken. Dies führt unweigerlich zu deutlichen Wachstumseinbußen, so dass eine Rezession in diesem Jahr wohl unvermeidlich ist. Die Geldpolitik der Zentralbanken und die Fiskalpolitik der Regierungen stemmen sich diesen Entwicklungen entgegen. Ziel ist es, kurzfristigen Verwerfungen an den Finanzmärkten entgegen zu wirken. Daher werden Aufkaufprogramme an den Anleihenmärkten stark erweitert, um diese zu stützen. Ebenfalls werden Maßnahmen ergriffen um Banken und Firmen, wo nötig mit ausreichender Liquidität zu versorgen. Wir gehen nicht von einem Kollaps der Finanzmärkte aus. Es gilt daher, die strategische Anlagepolitik nicht zu verwerfen, die bei uns insbesondere auf der Qualität der von uns ausgesuchten Aktien basiert.

Top: Wie wird Ihre strategische Ausrichtung mit Blick auf die Kapitalmärkte sein?

Rocco Damm: Gegenwärtig bleiben wir taktisch untergewichtet bei Risikoanlagen und haben einen hohen Cash-Anteil in den Portfolios. Eine Erhöhung der Aktienquote beispielsweise würden wir erst bei einem sich abzeichnenden Erfolg bei der Abbremsung der Pandemie vornehmen. Weil damit der größte Unsicherheitsfaktor aus dem Markt genommen würde. Bei der Aktienauswahl ist jetzt besonders wichtig, auf die Finanzlage der Unternehmen zu achten. Hier bevorzugen wir klar diejenigen Unternehmen, die genügend Mittel aufweisen können, um eine schwierigere Phase gut durchzustehen. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, können finanzkräftige Unternehmen, beispielsweise zusätzlich mit Akquisition, ihre starke Marktstellung noch verstärken. Auch defensive Branchen wie Utilities und Nahrungsmittel sind gegen die schwächeren Wachstumsraten der Gesamt wirtschaft relativ gut gefeit und werden von uns bevorzugt. Die von der gegenwärtigen Lage besonders betroffenen Branchen Tourismus, Automobil- oder Luxusgüterindustrie oder andere zyklische Branchen wie Chemie und Stahl würden wir zurzeit weitgehendst meiden. Grundsätzlich bleiben wir mittelfristig positiv für Aktien, da an den Finanzmärkten nachhaltig mit Anleihen und auch anderen Anlagen kein bzw. nur wenig Ertrag zu generieren ist. Gute Aktien bleiben daher wertvoll, da die Firmen über die Jahre durch Gewinne ihren Wert steigern und Dividenden zahlen können. Ein paar negative Quartale, werden bei ansonsten zukunftsträchtigen und profitablen Firmen, eine positive langfristige Wertentwicklung nicht in Frage stellen.

Top: Wie hat sich Ihre Arbeit in diesen Zeiten bewährt?

Rocco Damm: Es gilt, Marktentwicklungen aktuell einzuschätzen und die Kunden zu informieren, um die Anlagepolitik zu er klären, prinzipiell verstehen unsere Kunden die Situation. Einen zu starken Fokus auf kurzfristige Kursentwicklungen gilt es jedoch zu vermeiden, da emotionale Fehlentschei dun gen entstehen können. Kunden schätzen zurecht Stabilität in der Anlagepolitik.

 

Die weltweite Auswirkung, der aktuellen Situation durch das „Sars-COVID-19“ (Coronavirus) auf die Weltwirtschaft, verunsichert massiv die   internationalen Kapitalmärkte. Unser Portfoliomanagement der Reuss Private steuert aktiv die Investitionsquote.

 

Reuss Private wieder im vorderen Ranking 2019 – Auf der Rentenseite mit Reuss Private Private FI Opportunity Plus – Wertentwicklung YTD      6,35 % – Mit dem Aktien Innovation Portfolio USD – Wertentwicklung YTD 22,97 % —